FDP Egelsbach wählt neuen Vorstand

Axel Vogt wieder Ortsvorsitzender

v.l.n.r.: Christiane Plennis, Peter Boll, Axel Vogt, Carsten Dietsche und Michael Kuhn.
v.l.n.r.: Christiane Plennis, Peter Boll, Axel Vogt, Michael Kuhn und Carsten Dietsche.
Die Egelsbacher FDP setzt weiter auf das bewährte Vorstandsteam. Einzig Katarzyna Ritschel tritt nicht wieder zur Wahl an. Die bisherige Ortsvorsitzende und Diplom-Dolmetscherin hat zu viele Auslandstermine und gibt daher ihr Vorstandsamt auf. Zum neuen Ortsvorsitzenden wurde ihr Vorgänger Axel Vogt (47 Jahre, Versicherungsbetriebswirt) einstimmig gewählt. Neben Axel Vogt, dem einzigen FDP-Mitglied in der Gemeindevertretung, wird künftig Michael Kuhn (34, Master of Business Adminstration & Diplom-Wirtschaftsinformatiker (BA)) als Stellvertreter aktiv im Vorstand mitarbeiten. Das Team komplettieren Peter Boll (57, Karosserie- und Fahrzeugbaumeister) als Schatzmeister und die Beisitzer Christiane Plennis (44, Kauffrau) und Carsten Dietsche (43, Diplom-Ökologe).

Der neue Vorstand unterstützt den Bürgerentscheid gegen den Verkauf des Eigenheims im kommenden September. Auch bei den Freien Demokraten wird das Thema heiß diskutiert. Schon die Bürgerversammlung 2014 habe gezeigt, dass die Pläne für den Neubau die Egelsbacher nicht überzeugen, findet Christiane Plennis. Bei kalkulierten Baukosten von über 6 Millionen € ist auch das Eigenheim wieder im Rennen. Auch bei den laufenden Kosten erzielt die Gemeinde mit einem Neubau keine Verbesserung. Michael Kuhn fragt nach der Auslastung für die Versammlungsstätte. Er sieht die Gefahr, dass für teures Geld ein enormer Zuschussbetrieb entsteht. Die jetzigen Notbehelfe für die beiden Hauptnutzer KGE und Kerbgemeinschaft seien keine langfristige Lösung, aber die Gemeinde solle doch erst einmal finanziell gesunden, findet Carsten Dietsche. Eine Versammlungsstätte um jeden Preis sei für die Gemeinde nicht zu stemmen. Für Peter Boll geht es darum mit dem Bürgerentscheid Zeit zu gewinnen und die Fakten für beide Alternativen ordentlich zu prüfen, so auch Axel Vogt. Er plädiert für eine Lösung, die langfristig eine ganzjährige Nutzung für kleine Kosten ermöglicht. „Wir fragen uns in der Gemeindevertretung ob wir langfristig das Schwimmbad weiter betreiben und wie hoch wir im Notfall die Grundsteuern der Bürger erhöhen müssen, um den Schutzschirm zu erfüllen, da darf ein Saalbau nicht den Finanzrahmen sprengen. Mit einem erfolgreichen Bürgerentscheid kommen wir raus aus dieser Sackgasse. Welche Kosten wirklich mit einer Renovierung des Eigenheims verbunden sind, wurden noch gar nicht ermittelt.“ Die ganzjährige Nutzung und die damit verbundenen Kosten stehen allerdings für ihn im Vordergrund. Auch das Eigenheim kann nicht alleine für wenige Termine im Jahr Kernsaniert werden. „Hier sind intelligente Lösungen und eine aufrichtiger Dialog mit den Bürgern gefragt. Das kann kein externes Planungsbüro für die Gemeinde leisten“, stellt Axel Vogt klar. Der neue FDP Ortsvorstand ist sich einig: „Von der jetzigen Planung muss die Gemeinde noch kräftig abspecken, damit die wieder Egelsbacher eine „gute Stube“ bekommen.“

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