RODGAU – Auf ihrer Mitgliederversammlung am 05. September 2020 haben die Mitglieder des Kreisverbands Offenbach-Land unter CORONA-Bedingungen mit René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, ihren Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl am 14. März 2021 mit 100 % gewählt.

In seinem Bericht zur Landespolitik geißelte Rock nicht nur die mangelnde Führung bzw. Wechselhaftigkeit in der Corona-Politik, sondern ging vor allem auch auf die Schuldenpolitik ein. Seine Aussage “Schulden sind die verbrauchten Chancen der Zukunft und der Kinder” muss einfach jeden Bürger nachdenklich machen. 

Auf Platz zwei der Kreisliste folgt ihm Michael Schüßler, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und 1. Stadtrat von Rodgau. In seinem Bericht zeichnete er ein modernes Bild der Freien Demokraten, wie es viele nicht so erwarten würden. Bei der Kreisregierung vermisst er den Willen zur Digitalisierung, die er aber in den KiTas in Rodgau kontinuierlich vorantreibt.

Für eine Gleichberechtigung der verschiedenen Verkehrsmittel sprach sich die Verkehrsexpertin, Susann Guber, aus. Die Neu-Isenburgerin wurde auf Platz drei der Liste gewählt.

Mit dem Seligenstädter Bürgermeister und stellv. Kreisvorsitzenden Dr. Daniell Bastian folgt ein weiterer erfahrener Kommunalpolitiker.

Auf die Plätze fünf und sechs wurden die heutigen Kreistagsabgeordneten Dr. Günter Gericke aus Dreieich und Tobias Kruger aus Rödermark gewählt. Der Heusenstammer Ortsvorsitzende und Fraktionsvorsitzende Uwe Klein und die ehemalige Seligenstädter Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams runden das Bild einer schlagkräftigen Gemeinschaft ab.

Die Plätze 9 und 10 waren der Jugend vorbehalten, die mit dem aus Neu-Isenburg stammenden Regionalvorsitzenden der Jungen Liberalen, Luka Sinderwald, und der Ortsvorsitzenden des Ortsverbandes Rodgau, Martina Sertic, prominent vertreten ist. Martina Sertic verwies in ihrem Grußwort auf die vielen Erfolge der Kooperation im Rodgau.

Der aus Frankfurt angereiste Kreisvorsitzende, Dr. Thorsten Lieb, fungierte als routinierter Versammlungsleiter. Die derzeitige desolate Vorstellung des Frankfurter Oberbürgermeister konnte er in seiner Rede nicht unerwähnt lassen.

An diesem Nachmittag dominierte das Interesse an den von den Rednern vorgetragenen Inhalten statt wie anderswo an personellen Auseinandersetzungen. Mit dieser Geschlossenheit kann der Kreisverband optimistisch in das Superwahljahr starten.

Am Ende ging der Kreisvorsitzende Ernestos Varvaroussis, der sichtlich stolz auf die Kandidatenliste war, noch auf die bevorstehende Bundestagswahl ein.

Die Vorstellung einer schwarz-grünen Bundesregierung unter einem Kanzler Markus Söder verglich er dabei mit vier Jahren in einer Geisterbahn eingesperrt zu sein. Einem Vergleich dem sicherlich viele Freien Demokraten nicht nur im Kreis Offenbach zustimmen würden.

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