Am vergangenen Dienstag hatte der FDP-Kreisverband Offenbach Land zu einem Eltern-Chat per Videokonferenz eingeladen.

Die ungewöhnliche Zeit der Corona-Krise stellt alle Bürger vor ungeahnte Herausforderungen. Das gilt insbesondere für Eltern, die über viele Wochen ihren Beruf und die Betreuung ihrer Kinder unter einen Hut bringen mussten und immer noch müssen. Inzwischen ist die Zeit der Lockerungen gekommen und alle freuen sich, dass Schulkinder, wenn auch nur für ein paar Stunden in der Woche, die Schule und KiTa-Kinder im eingeschränkten Regelbetrieb auch wieder die KiTa besuchen können.

Mit dem Video-Chat wollten die Freien Demokraten Eltern in dieser Öffnungsphase eine Plattform des Austausches bieten und hatten hierzu René Rock, Sprecher für frühkindliche Bildung der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und Michael Schüßler, den Vorsitzenden der Fraktion im Kreistag und Sozialdezernenten der Stadt Rodgau gewonnen.

Die sehr interessante und auch zum Teil emotionale Diskussion lässt sich nicht en Detail wiedergeben, aber folgende Anregungen muss man wohl den verantwortlichen Stellen ins Stammbuch schreiben:

  • Es wäre sinnvoll Eltern mehr einzubeziehen in die Entscheidung wie der Unterricht oder die Betreuung stattfinden soll, so wie in Rodgau bei den KiTas geschehen.
  • Eine verlässliche und rechtzeitige Kommunikation ist essentiell.
  • Die Qualität und Quantität des Unterrichtes in der Schule ist extrem von der Motivation der Schulleiter und der Lehrer abhängig und damit faktisch auch vom Zufall.
  • Während der Ferien wünschten die Eltern keinen regulären Unterricht. Sie wären aber dankbar für freiwillige Angebote um entstandene Lücken zu schließen.
  • Grundsätzlich könnte es auch ein Weg sein, dass man die Anwesenheit auf freiwillige Basis stellt – für Schule und KiTa.
  • Die fehlende Digitalisierung fällt uns jetzt auf die Füße. Es reicht nicht, dass Geld vom Bund bereitgestellt wird. Es muss auch vom Land umgesetzt werden.
  • Der „Big Blue Button“ soll in Moodle(Schulportal) integriert werden“.

Abhängig von den individuellen Situationen – Anzahl und Alter der Kinder, Beruf, etc. – sind einige Familien zum Teil an die Grenzen und darüber hinaus belastet.

Eine Mutter sagte, dass sie Angst um ihr Kind aus Gesundheitsgründen hat, aber es trotzdem in die KiTa bringt, da sie nicht mehr kann. Der Kreisvorsitzende Ernestos Varvaroussis sieht hierin ein gesellschaftliches Versagen.

Als Gesellschaft haben (fast) alle Parteien die letzten Jahren Eltern und vor allem Mütter ermuntert Kinder und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen und die Freien Demokraten stellen fest, dass man die Eltern im Regen stehen lässt. Hier sind alle Verantwortliche auf allen Ebenen gefordert ihr Bestes zu geben.

Die Pandemie und damit einhergehende Einschränkungen werden uns noch eine Weile begleiten. Umso wichtiger ist es weiter nach besseren Lösungen und den jetzigen Zustand kontinuierlich zu verbessern.  

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